Online-Befragung

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Hintergrund

Stress, Burn-Out, Depressionen: Der Anstieg von Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühverrentungen, die auf psychische Belastungen zurückzuführen sind, ist zunehmend und bedenklich. Die Behandlungskosten psychischer Erkrankungen werden auf jährlich über 25 Mrd. Euro geschätzt, knapp 60 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage gehen auf das Konto der psychischen Störungen. Auch der ‚Stressreport’ liefert Fakten für die zurzeit in Deutschland geführte Diskussion über das Thema psychische Belastung. Die Spitzenreiter der Belastung haben sich nach den Zahlen seit 2006 nicht verändert. So sehen sich die Beschäftigten nach wie vor häufig Multitasking (58 Prozent), starkem Termin- und Leistungsdruck (52 Prozent) oder ständig wiederholenden Arbeitsvorgängen (50 Prozent) ausgesetzt. 44 Prozent erleben während ihrer Arbeit häufig Störungen.

Auch wenn nicht alles auf Arbeitssituation und Beschäftigungsverhältnisse zurückzuführen ist, so spielen arbeitsbedingte psychischen Belastungen für das Gesundheits- und Krankheitsgeschehen eine große Rolle. Insoweit ist es wichtig, psychischer Belastung bei der Arbeit im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu berücksichtigen. Die Befunde des Stressreports untermauern, dass Belastungen, die aus Arbeitszeit sowie der Arbeitsverteilung resultieren, von den Beschäftigten als vorrangig erlebt werden. Dabei haben Unternehmen schon ein Eigeninteresse an wenig gestressten und gesunden Mitarbeitern. Motivierte, engagierte und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament erfolgreicher Unternehmen. Dazu ist erforderlich: Ein sicherer und gesunder Arbeitsplatz, ein angenehmes Arbeitsklima sowie ein Aufgabenfeld, das weder über - noch unterfordert. Aber nicht nur der Wille der Unternehmen ist entscheidend, auch oder gerade der Gesetzgeber hat dafür zu sorgen, dass der Arbeitsschutz eingehalten wird.

§ 5 ArbSchutzG fordert die Unternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung durch psychische Belastungen

Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber/-innen dazu, auf Basis einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind (vgl. § 5 ArbSchG). Bei dieser Gefährdungsbeurteilung sind auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen.

Die für den Arbeitsschutz zuständigen Aufsichtsbehörden haben bereits begonnen, Betriebe hinsichtlich ihrer Aktivitäten im Bereich Gefährdungsbeurteilung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz zu beraten, aber auch zu kontrollieren. Über 4000 Betriebe sollen pro Jahr ‚besucht’ und die Dokumentation diesbezüglich kontrolliert werden.

Wer kann die Planung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung durchführen?

Grundsätzlich ist der Arbeitgeber für die Planung und Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung verantwortlich. Er muss die Gefährdungsbeurteilung nicht selbst durchführen, sondern kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen (§ 13 Abs. 2 ArbSchG).

Instrumente und Methoden zur Ermittlung psychischer Belastung

Inhalt der Überwachung und Beratung der Betriebe wird die Gelegenheit des betrieblichen Vorgehens sein.

Dies betrifft auch die Instrumente und Methoden zur Ermittlung psychischer Belastungen.

Auch bei der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung muss dies erkennbar sein.

Grundsätzlich sind dabei standardisierte schriftliche Mitarbeiterbefragungen möglich.

Diese sind besonders gut geeignet, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, ob und welche Belastungsschwerpunkte es gibt. Sie ermöglichen es zudem, alle Beschäftigten in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen.

Auswahl des Instrumentes

Der Gesetzgeber hat bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen große Freiräume eingeräumt. Grundsätzlich soll sich der insbesondere auf folgende psychischen Faktoren beziehen (Auswahl):

  • ungenügend gestaltete Arbeitsaufgabe (z. B. überwiegende Routinearbeiten, Über-/Unterforderung)
  • ungenügend gestaltete Arbeitsorganisation (z. B. Arbeiten unter hohem Zeitdruck, wechselnde und/oder lange Arbeitszeiten, häufige Nachtarbeit, kein durchdachter Arbeitsablauf)
  • ungenügend gestaltete soziale Bedingungen (z. B. fehlende soziale Kon¬takte, ungünstiges Führungsverhalten, Konflikte)
  • ungenügend gestaltete Arbeitsplatz- und Arbeitsumgebungsbedingungen (z. B. Lärm, Klima, räumliche Enge, unzureichende Wahrnehmung von Signalen und Prozessmerkmalen, unzureichende Softwaregestaltung.

Die Vorteile einer schriftlichen Befragung:

ermöglicht die Einbeziehung aller Beschäftigten

ermöglicht die Erfassung eines breiten Spektrums von Belastungsfaktoren

 

eignet sich insbesondere für einen Überblick und Bestimmung von Problemschwerpunkten

führt zu einer Objektivierung der Befragungsergebnisse durch Befragung aller Beschäftigten (repräsentativ)

 

 Ihr Mehrwert bei der Durchführung durch uns

  • Sie sparen Zeit durch die externe Vergabe
  • Sie sparen Kosten durch unsere standardisierte Projektvorgehensweise
  • Sie erhalten eine qualitativ hochwertige schriftliche Befragung und Auswertung durch ein kompetentes Projektteam aus Pädagogen, Bildungs- und Sozialwissenschaftler

Zeitdauer (ca. 4 Wochen)

Der Fragebogen wird per Email an alle Beschäftigten versendet. Im Vorfeld muss es dazu eine Information im Betrieb geben, damit eine hinreichende Beteiligung für aussagekräftige Daten gegeben ist. Die Beschäftigten haben zwei Wochen Zeit zur Beantwortung. Auswertung und Berichtserstellung erfolgt dann innerhalt weiteren 2 Wochen.